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Alpenrose Schützen 1898     

Chronik der Schützengesellschaft 1898 Alpenrose

schild

 

Lange Tradition

1800

Es ist überliefert, dass bereits um das Jahr 1800 in Achsheim eine Schützengilde existierte. Diese Gemeinschaft war mit der Langweider Gilde zusammengeschlossen. Natürlich darf man sich diese damalige Vereinigung nicht im heutigen Sinne als einen Schützenverein vorstellen. Denkbar ist es, dass in Anbetracht drohender Kriege die Schießübungen seinerzeit als eine Art militärischer Ausbildung anzusehen waren. Bei weltlichen und kirchlichen Festen dürfte ihre ehrenvollste Aufgabe sowohl Präsentation, als auch das Salut- bzw. Böllerschießen gewesen sein. Bekannt ist noch, dass der Achsheimer Schütze Nikolaus Morner, mehrfacher Preisträger des Bayerischen Kurfürstenpreises gewesen ist.

Die Gründung der Schützengesellschaft 1898
Aus den noch gut erhalten gebliebenen Vereinstatuten und einer ganzen Reihe von alten Büchern mit Schießaufzeichnungen ist zu schließen, dass sich Ende des Jahres 1898 tatkräftige Männer zusammentaten, um die Gründung eines Schützenvereins in Achsheim zu vereinbaren. Bereits am 25. November 1898 wurde die Versammlung zur Gründung diese Vereins einberufen. Dabei gaben sich die Mitglieder den Vereinsnamen „Schützengesellschaft Achsheim".

Konkrete Aufzeichnungen über dieses Geschehen sind nicht vorhanden. Vier dieser damaligen Schützenkameraden hatten von Anfang an verantwortliche Stellen inne. Sie gehörten auch dem Verein am längsten an. Deshalb wird allgemein angenommen, dass sie die Gründung vollbrachten.

Wie der Zufall spielte - oder vielleicht gerade wegen dieser stimmigen und für eine Vereinsgründung sehr wohl passenden Besonderheit - wurden sie alle mit Vornamen SEBASTIAN gerufen.

1. Sebastian Bader, Schützenmeister

2. Sebastian Endrös, Schriftführer

3. Sebastian Höß, Kassier

4. Sebastian Jehmiller

In liebevoller Würdigung ihres Gründungsgeistes werden sie in alter schwäbischer Ausdrucksweise die „vier Bastls" genannt.

 

bild 1928 1 Eine Aufnahme
aus dem
Jahre 1928

Zum 30jährigen Jubiläum wurden die "vier Bastls" geehrt.

Von links: Sebastian Endrös, Sebastian Bade, Sebastian
Höß,
Sebastian Jehmiller. In der Mitte die damalige Schützenliesel, Frau Barbara Schmid, geb. Bader.


Die Statuten

Am 1. Oktober 1900 wurden die Statuten der „Schützengesellschaft Achsheim" festgelegt. Die Mitglieder gaben sich eine Satzung mit insgesamt 29 Paragraphen. Schon aus § 1 ist zu ersehen, dass sich die Verantwortlichen von Anfang an vorrangig das hohe Ideal eines kameradschaftlichen Vereinslebens in einer aufgelockerten Atmosphäre zum Ziele gesetzt hatten.

statuten

Die Statuten des Vereins, §1: "Der Verein besteht unter dem Namen Schützengesellschaft und bezweckt die Anfänglichkeit ordentlicher Kameradschaft und geselliges Vergnügen"

In der ersten Beitragsauflistung aus dem Jahre 1901 sind die Männer der „ersten Stunde" aufgeführt:

 

Bader Sebastian Kuchenbaur Josef I Kuchenbaur Josef II
Bader Josef Bauer Balthasar Berchtenbreiter Josef
Dumler Matthäus Dumler Josef Holland Josef
Unger Konrad
Unger Josef
Meuschler Josef
Mak Peter 
Berger Anton Fischer Peter
Fischer Karl  
Schmid Franz Scherer Georg
Schaller Michael
Schaller Leonhard Wiedemann Peter
Kranzfelder
Sebastian
Höß Sebastian Jehmiller Sebastian
Muschler Ignatz Endrös Sebastian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schießstätte

Der Verein war in den Anfangszeiten mit Zimmerstutzen ausgerüstet. Von Beginn an war die ehemalige Brauereigaststätte Berchtenbreiter als Vereinslokal ausgewählt. Die Schießabende fanden im Gaststättenraum statt. Von dort wurde durch eine bilderrahmengroße Luke auf die in der dahinter befindlichen Küche aufgestellten Scheiben geschossen. Dazu musste der Schütze zunächst auf ein Podest steigen, um dann direkt unterhalb der Decke durch diese Maueröffnung auf die Zielscheiben schießen zu können. Eine weitere Person, der sog. Ziele, übermittelte dann von der Küche aus die Schießergebnisse.

Um Unglücksfällen vorzubeugen und eventuelle Haftungsfragen zu klären, durfte natürlich auch schon damals ein genauer Reglement für den sicheren Ablauf des Schießbetriebes nicht fehlen. Als notwendig und doch amüsierend liest es sich, wenn zum Beispiel im § 26 der Statuen angeführt wird, dass „der Zieler seine Sicherung hinter der Schießwand hat und diese nicht eher zu verlassen hat, als bis dass das Signal dazu gegeben wird....Im widrigen Falle ist das Mitglied (gemeint ist der Schütze) außer Verantwortlichkeit.
     

 

Erstes Fotodokument

Die vermutlich älteste Aufnahme der neugegründeten Schützengesellschaft ist nahezu 100 Jahre alt. Dieses Foto zeigt die Mitglieder zur Gründungszeit. Stolz werden Zimmerstutzen und Schießscheiben vorgezeigt. Ebenso gibt das Bild Einblick in die damalige Praxis des Aufzeigens der Treffer und der Tätigkeit des Schreibers preis. Natürlich durfte auch die Schützenliesel nicht fehlen, die auch für das leibliche Wohl verantwortliche war.

 

bild gruenderzeit

Ein Foto aus der Gründerzeit. Durch mühevolle Nachforschungen konnten folgende Personen noch festgestellt werden:
 

Sitzend v.l.:Jehmiller Sebastian, Bader Sebastian, - ? -, Kuhn - ? -, - ? -.

 

Stehend v.l.Holland Alois, - ? -,  - ? -, Höß Sebastian, - ? -, Kuchenbauer Sebastian, Kuchenbauer Michael, - ? -.

hintere Reihe:- ? -, Wiebel Johan, Fischer Karl, - ? -, Endröß Sebastian

1914

Über die anschließenden Jahre sind nur mehr oder minder erfreuliche Schießleistungen der damaligen Mitglieder in den Büchern niedergeschrieben. Zu Beginn des ersten Weltkrieges war der Schießbetrieb eingestellt worden.

Nach dem ersten Weltkrieg

1919

Schon unmittelbar nach dem Kriegsende, im Frühjahr 1919, fanden sich die Schützen wieder zusammen, um getreu den Statuten das Vereinsleben neu zu beleben. Ende des Jahres waren wieder sportliche Schießwettbewerbe zu verzeichnen um im Jahre 1920 ist der reguläre Schießbetrieb aufgenommen worden. Aus dieser Zeit stammt auch das nachstehende Foto.

bild 1920

 Im Jahre 1920 stellten sich die damaligen Mitglieder den Fotografen

Obere Reihe:Spanrunft Sebastian, Dumler Matthias, Ziegler Lorenz, Braun Michael, Höß Sebastian jun.,Kuchenbauer Sebastian, - ? - , Kuhn Leonhrd, Schmid Franz, - ? - , Franz Anton.

Mittlere Reihe:Höß Sebastian sen., Unger Theresia, Jäckle Georg, - ? - .

Untere Reihe:Meitinger Johann, Schaller Maria, - ? - , Meier Andreas, Bader Sebastian, Endrös Sebastian, Spanrunft Xaver, Kuchenbauer Josef, Kuchenbauer Theresia, Baumeister Erwin, Elisabeth Rutzenhofer.

Sitzend:Kuchenbauer Michael, Schaller Michael, Ziegler Xaver, Berchtenbreiter Leonhard.

 

Ein ständiges ansteigen der Mitgliederzahlen bis hin zu letztlich 40 Vereinsangehörigen unter den Vorständen Sebastian Endrös, Johann Zärle und Franz Schmid, zeugten in den folgenden Jahren von einer geregelten Ausübung des Schießsports und auch gleichermaßen von einem gesunden Vereinsleben.

Gerade die Aktivitäten des Vereins in den Jahren zwischen den Weltkriegen trugen viel zur vereinsinternen, ortsgeschichtlichen und somit auch kulturellen Bedeutung bei. Beispielsweise kann in den Annalen über sportliche Wettkämpfe und Vereinsfeiern hinaus auch über erfolgreich initiierte Theateraufführungen nachgelesen werden.

30jähriges Vereinsjubiläum

1928

In diese Zeit fällt auch das 30jährige Gründungsfest. Mit Stolz gedachten die damaligen Schützenkameraden ihrer Gründungs- und Ehrenmitglieder, den „vier Bastls". Eigens zu diesem Jubiläumstag wurde ein Gedicht verfaßt.

Gedicht zum 30jährigen Gründungsjubiläum der Schützengesellschaft 1898 Achsheim

 Als noch in alter Macht und Größe des Deutsche Vaterland bestand, als Gottes Segen auf den Fluren und süßer Friede uns verband, da ist in unsrem schlichten kleine Orte die Schützenlust zu hellem Brand entflammt und hat begeistert dort in hehren Stunden die treuen Mannen zum Verein verbunden.
bild 1928 2

 Die Schützengesellschaft anno domini 1928

Den unten stehen Vers trug 1928 die damals 18jährige Schützenliesel Barbara Schmid, geb. Bader, vor. Da hierüber keine Aufzeichnungen vorhanden sind, bleibt der Verfasser unbekannt. Allein dem ausgezeichneten Erinnerungsvermögen von Frau Barbara Schmid ist es zu verdanken, dass diese Zeilen bis heute erhalten geblieben sind.  

Seitdem sind 30 Jahre hingegangen in Reich der stil verborg'nen Ewigkeit. Teils brachten Friede sie im Laufe, Teils Krieg und Kampf zu blut'gem Völkerstreit.

Und alle fast die hier in Heimatgauen, das Au'g, die Hand geübt fürs Vaterland, sie haben ernst des Kaisers Ruf empfangen und sind begeistert mit der Fahn' ins Feld gegangen.

Es war ein großes Sterben,
ja ein grausames Morden,
als wär' der weite Erdenball,
zu einem großen Allerseelentrauertag geworden.

Als dann der Schlachtrufverhall geendet des Spiel, von Völkerneid diktiert, das standen wieder sie in Heimaterde die alte Liebe, deutsche Treu' geziert.

 

Und wieder knatterten die alten Stutzen und wieder galt's der alten Deutschen Treu. Die an des Vereines Wiege einst gestanden als sich die Alten zum Verein zusammenfanden.

Noch "Viere" sind's, der edlen alten Kämpfer, die uns vorangegangen sind in jener hehren Zeit. Um ihnen Dank zu sagen, zu gedenken was sie getan die Zeit, das gilt es heut.

So nehmt den Dank aus ehrlich vollem Herzen, nehmt ihn als kleines Zeichen dessen hin, was unser Herz erfüllt an Eurem Jubeltage und dass von Herzen ich Euch ein Vergeltsgott sage.


 

schiessscheibe 1

Eine seltene "Scheibe".

Frau Eser, Eisenbrechtshofen, ist im Besitz diese

Rechteckscheibe, mit einem für diese Zeit Typischen Bildmotiv.

1934

Im Jahre 1934 waren bei der Schützengesellschaft folgende Mitglieder "zur Anmeldung in den Deutschen Schützenbund" registriert:

 


mitgliederliste 1934

 

Schießstand Kiesgrube

Das erste Bild des neugegründeten Vereins belegt, dass schon zu Zeiten der Vereinsgründung mit den „Stutzen" im Freien geschossen worden war.

Östlich von Achsheim, auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes, befand sich früher eine gemeindeeigene Kiesgrube. Es konnte erfahren werden, dass zumindest seit Ende der 20er Jahre Schützenkameraden in dieser Kiesgrube schossen.

Vielen Achsheimer Mitbürgern ist diese Anlage noch in Erinnerung. Es handelte sich dabei um einen Stollengang mit Bretterwänden, an dessen Ende sich ein Bunker befand. Auch eine kleinere Hütte war dort aufgestellt. Wohl nicht zuletzt auf Betreiben das NS-Staates war diese Anlage in den 30er Jahren ausgebaut oder auch erweitert worden. Geschossen wurde mit Kleinkaliber auf eine Distanz von 50 Metern.

schiessausweis




Erst Mitte der 60er Jahre wurde diese seit dem Krieg nicht mehr genützte und schon zerfallene Anlage im Zuge der Flurbereinigung eingeebnet. Später, vor der Eingemeindung, übereignete die Gemeinde dieses Gelände dem Sportverein Achsheim.

Vereinsauflösung

1939

Die „guten alten Zeiten" gingen zu Ende, als erneut die dunklen Wolken des Krieges auch diesen Verein überschatteten. So waren in den Jahren vor dem zweiten Weltkrieg nur noch weniger als 20 Mitglieder zu zählen. Nach Kriegsbeginn wurde der Schießbetrieb gänzlich aufgegeben und in den Niederschriften sind auch sonst keine Aktivitäten des Vereins mehr vermerkt.

Nach dem zweiten Weltkrieg

1945

Ende des Krieges mussten alle Waffen an die amerikanischen Truppen zur Vernichtung abgeliefert werden. Bis zur Gründung der Bundesrepublik im Jahre 1949 herrschte hernach ein generelles Waffenverbot. Anschließend strebten die Schützenkameraden eifrig ein Wiederaufleben des Vereines an.

1950

Anno 1950, wieder unter der Führung von Schützenmeister Johann Pfeffer sen., bekannten sich erneut 45 Personen zu dieser Gesellschaft mit den Attributen „zur Pflege der geselligen Kameradschaft".

Mit Stolz verwiesen die Schriftführer ab dieser Zeit auf das Gründungsjahr. So ist seitdem zusätzlich zum Vereinsnamen auch die Jahreszahl 1898 mit angeführt. Die Schießstätte der „98" befand sich weiterhin in der Brauereigaststätte. Nunmehr geführt von Josef Kranzfelder.

1955

In den Jahren 1955 bis 1958 übernahm dann Johann Pfeffer jun. Die Leitung dieses Vereins.

Ab dem Jahre 1958 bekleidete Michael Deisenhofer das Amt des 1. Schützenmeisters der Schützengesellschaft 1898.

Fahnenweihe

1959

Ein Höhepunkt im folgenden Vereinsleben war zweifelsohne die Fahnenweihe am 12. Juli 1959. Ein Originalbericht der Augsburger Allgemeinen verdeutlicht die freudige und festliche Stimmung dieses Ehrentages.


zeitung 1959

 
Eigens für dieses Fest verfasste der zu dieser Zeit in Achsheim wohnende Heimatpfleger Max Neuner folgendes Gedicht:

gedicht z festzug

 

Das hand-
schriftliche Original befindet sich im Besitz der Familie Höhl in Achsheim



Gründung des Schützenvereins Alpenrose Achsheim


In der Zeit nach dem Kriege standen in Achsheim zwei gutgehende Gastwirtschaften im Interesse der dörflichen Gemeinschaft: Die ehemalige Brauereigaststätte Berchtenbreiter und die Gaststätte Holland.

So wundert es nicht, wenn damals der Gedanke aufkam, auch diese zweite Gaststätte mit ins Vereinsleben einzubinden.

Mit dem Wiederbeginn nach dem Kriege stand bei den „98" Schützen die Frage der Vereinslokalität zur Debatte.

 


Nachdem hierüber keine Einigung zu erzielen war, entschlossen sich spontan einige Mitglieder einen selbständigen zweiten Verein, diesmal betrieben in der Gastwirtschaft Holland, zu gründen.

Schon am 15. Mai 1950 fand die Gründungsveranstaltung im Gasthaus Holland statt. In Anlehnung an ihr Schützenlokal nannte sich dieser neue Verein:

 

Schützenverein Alpenrose Achsheim

Bei der Gründungsversammlung konnte auf 34 Mitglieder verwiesen werden. Eingetragene Gründungsmitglieder des Schützenvereins Alpenrose:

Balke

Gustav

Baumann

Fritz

Baumann

Lina

Breyer

Alfred 

Durner

Johann

Durner

Notburga

Fischer Bernhard

Franz

Alois

Fries

Johann

Gohde

Erwin

Goll

Leonhard

Graf

Waldemar

Gruber

Josef

Heindl

Matthäus  

Holland

Franz

Holland

Otto

Jaumann

Willi 

Kressien

Hans

Kuhn

Josef

Jehmiller

Johann

Pest

Josef

Reich

Rudolf 

Reitle

Hermann

Ritter

Alfred

Schäffer

Josef

Schmid

Franz

Schmid

Sebastian

Stadtmüller

Xaver

Stegmiller

Johann

Ullmann

Walter

Vogelbacher

Aug.

Zimmermann

Georg

       

                          

bild 1951



















       


1951

Vereinsleben Schützenverein Alpenrose

Knapp waren in diesen Zeiten die Finanzen und entsprechend sparsam musste gewirtschaftet werden. Karg war auch die Ausstattung. Lediglich einen gestifteten Karabiner besaßen die Schützen in der Anfangszeit. Bald darauf kauften sie noch ein Luftgewehr.

Zu Beginn wurde im Gastraum geschossen. Um die nötige Schießweite zu erhalten, wurde in beschriebener Weise die damals noch wesentlich kleiner Gaststätte „verlängert", k. h. es wurde auch hier durch eine Schießscharte in das dahinter liegende Nebenzimmer geschossen. Aus Sicherheitsgründen war hierzu ein hölzerner Schusskanal direkt unterhalb der Zimmerdecke angebracht. Somit konnte im wahrsten Sinne des Wortes über die Köpfe hinweg geschossen werden. 

bilder lokal
Vorn links sitzend: Josef Kuhn                
  Vorn links: Der Besitzer der Gaststätte
Alpenrose, Sales Holland

 

Die beiden Fotos zeigen, dass auch im Schützenverein Alpenrose die Kameradschaft und die Geselligkeit mit an erster Stelle im Vereinsleben stand.

Trotz schwieriger Umstände entwickelte sich bald unter den Vorständen Xaver Stadtmüller, Johann Jehmiller und Josef Kuhn ein reges Vereinsleben mit einer ständigen Steigerung der Beitritte. Bis zum Jahr 1971 hatten insgesamt 60 Mitglieder

 

ihre Zugehörigkeit zum Schützenverein Alpenrose bekundet. Der junge Verein hielt regelmäßige Schießabende abund nahm an Freundschafts- und  Vergleichsschießen  mit wachsendem Erfolg teil. Alljährlicher Höhepunkt aber war das Königsschießen mit der Feier zur Königsproklamation. Weiter gesellschaftliche Attraktionen waren Schützenbälle. Weihnachtsfeiern und Heimatabende.

Bereits Anfang der 60er Jahre war die Schießstätte im Saal der Gaststätte eingerichtet worden. Zu jedem Schießen mussten hölzerne Schutzwände aufgestellt werden.

Zwei Schützenvereine

   

Bereits ab der Neugründung der Alpenrose-Schützen herrschte ein steter Konkurrenzkampf zwischen den beiden Vereinen. So wurden seitens der 1898er sogar die Statuten geändert und auf diese besondere Situation abgestimmt. Satzungsgemäß wurde am 7. Oktober 1950 festgelegt, dass ein Mitgliedswechsel zwischen den beiden Vereinen innerhalb der

 

folgenden zwei Jahre ausgeschlossen war. Diese strenge Maßgabe wurde aber dann im Jahre 1956 dahingehend abgemildert, dass übertrittswillige Mitglieder des Vereins Alpenrose nach 5maliger Anwesenheit beim Schießen in die Gesellschaft aufgenommen werden, „wenn sie durch Kameradschaft und Vereinsinteresse die erforderliche Voraussetzung zum Wohl der Gesellschaft erfüllen".

Der Zusammenschluss
1967

Ab Mitte der 60er Jahre kam es zu einer freundschaftlichen und dauerhaften Annäherung zwischen den beiden Achsheimer Schützenvereinen. Im Jahre 1967 fand erstmals ein Vergleichsschießen statt.

Da sich zu diesen Zeiten immer mehr eine Schließung des „98er" Vereinsheimes abzeichnete, dacht man zusehends über die Möglichkeiten einer Zusammenlegung der beiden Vereine nach.

 

 ehrenurkunde

1973

Am 19. Januar 1973 fand schließlich eine gemeinsame Versammlung statt. Dabei beschlossen die Mitglieder beider Vereine den Zusammenschluss. Als Vereinsheim wurde die Gaststätte Alpenrose bestimmt.

Der Verein nannte sich ab dieser Zeit:


„Vereinigte Schützengesellschaft 1898 Alpenrose Achsheim"
 

 


Nach der Vereinigung leitete Michael Deisenhofer den Verein. Als dieser noch im gleichen Jahr verstarb, übernahm Josef Kuhn die Geschicke des Vereins. Bis zur Amtsübergabe 1987 hatte er insgesamt 22 Jahre den Schützen vorgestanden, wobei immer das gesellige und harmonische Vereinsleben im Vordergrund stand.

 

ehrung 40jahre

Für 40jährige Mitgliedschaft beim Bayrischen Sportschützenbund werden Michael Deisenhofer und Jakob Eisensteger geehrt.

 

Patenschaft

1974

Im Jahr 1974 bat uns der Schützenverein „Gemütlichkeit Biberbach", anlässlich des 111jährigen Gründungsfestes, die Patenschaft für ihren Verein zu übernehmen. Dieser ehrenvollen Bitte sind wir gerne nachgekommen.

Fotos aus dem Vereinsleben nach dem Zusammenschluss

vereinsleben 1Von link: Vorstand Josef Kuhn, Vorjahreskönige Anton Zircher und Herbert Graf, Schützenliesel Monika Dirr, Schützenkönig Johann Pfeffer, Schützenliesel Sabine Kuhn, Jugendschützenkönig Leonhard Kuhn.
vereinsleben 2

Beim Schießabend 1978 stellen sich die Schützen dem Fotografen

vereinsleben 3
Nach der Übergabe der Schützenkette an den nachfolgenden Schützenkönig freuen sich Helmut Wiedemann und Günther Höhl. Die Schützenkönige des Vorjahres erhalten nach der Übergabe eine "Wurstkette" umgehängt. Kein Grund zur Traurigkeit, wie dieses Foto beweist.

vereinsleben 4
Günther Höhl und Johann Pfeffer beim Auswerten.

Die Herbergseltern

Eine besondere Bedeutung für jeglichen Ablauf eines harmonischen Vereinslebens kommt nicht zuletzt den Inhabern der jeweiligen Vereinslokale zu. Insbesondere in früheren Zeiten bezeichneten die Schützenkameraden ihre Wirtsleute ehrend und zugleich auch kameradschaftlich als Herbergsvater und Herbergsmutter. Gerade auch diese vertraute Benennung ließ die Bedeutung dieser Personen für jede Gesellschaft erkennen.

Die Angehörigen der 98er Schützengesellschaft erinnern sich gerne der „alten Zeiten" in diesem Lokal. In gleicher Weise ist der Verein auch dem Ehepaar Otto und Anna Holland verbunden.

Erneute Veränderungen
 
1987

Im Jahr 1987 war Georg Pfeffer zum Schützenmeister gewählt worden. Unter seiner Führung nahmen im Jahre 1989 die Schützen erstmals am Rundenwettkampf des Gaues Augsburg teil.

bild 1987..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1990
1993

Ende der 80er Jahre standen wiederum tiefgreifende Änderungen an. In dieser Zeit trug sich der Sportverein Achsheim unter dem damaligen Vorstand Manfred Danner und namentlich die späteren Bauausschussvorsitzenden Erwin Kuchenbaur und Georg Schaller mit dem Gedanken, das Sportheim zu erweitern. Die Schützengesellschaft hatte nun die schwerwiegende Entscheidung zu treffen, ob sie sich ihre Selbständigkeit bewahren oder sich im Sportverein integrieren solle. Verlockend war die Aussicht, konnte doch in letzterem Falle der Traum einer modernen Schießanlage, ausgebaut im Untergeschoss dieser Sportgaststätte, in Erfüllung gehen.
Die Entscheidung für eine Eingliederung fiel bei der Generalversammlung am 30. März 1990. Am 1. Januar 1993 schloss sich die Vereinigte Schützengesellschaft 1898 Alpenrose Achsheim dem Sportverein Achsheim an. Gleichzeitig erfolgte auch die Übergabe der Sparbücher und der Vereinschronik.
Die Schützen stellen seither, neben den Abteilungen Fußball und Tennis, eine gleichwertige Abteilung im Hauptverein dar.
 
 
SV Achsheim, Abteilung Schützen
 
Nun galt es bei dem anstehenden Umbau des neuen Vereinsheimes tatkräftig mitzuarbeiten. In Eigenleistung haben die Schützen dabei die Erstellung „ihrer" modernen, mit 11 Einzelständen versehenen Anlage, bewerkstelligt.

vereinsheim 1








































Die Eröffnung des Schießstandes im Jahre 1995. Der Erste Schuß gebührt dem Vorstand des Hauptvereins Manfred Danner.

1995

Von 1995 bis ins Jahr 2001 führte Schützenmeister Gerhard Peter die Abteilung.

Ebenfalls im Jahr 1995 konnten die Arbeiten zum Umbau des Sportheimes abgeschlossen werden. Der Gesamtverein veranstaltete hierzu eine Eröffnungsfeier mit Festzeltbetrieb. Mit ein Höhepunkt dieser Feier war die Eröffnung des Schießstandes und ein Wettschießen, an dem 8 Gastvereine teilnahmen.
eroeffnung 1

 

 1998

  Die Errichtung der Schießanlage brachte auch einen erneuten Aufschwung. Es folgte der Aufbau einer zweiten Schützenmannschaft und ebenso die kontinuierliche Heranführung einer Schülergruppe zum wettkampfmäßigem Schießen.   Im Jahr des 100jährigen Jubiläums, stellt sich die Schützen-Abteilung als eine gleichermaßen in Tradition verwurzelte, wie auch modern geführt Gemeinschaft dar. Seit einem ganzen Jahrhundert bildet nun schon die Vereinigung der schützen einen festen Bestandteil im Ortsgeschehen.



Die Schützenmeister
             
"98er"   Vereinigte Schützengesellschaft
1898-1921 .......... Bader Sebastian   1973......... .......... Deisenhofer Michael, sen.
1921-1926 .......... Endrös Sebastian   1973-1987 .......... Kuhn Josef
1926-1928 .......... Zärle Johann   1987-1992 .......... Pfeffer Georg
1928-1936 .......... Schmid Franz        
1936-1955 .......... Pfeffer Johann, sen.   SV Achsheim, Abt. Schützen
1955-1958 .......... Pfeffer Johann, jun.   1993-1995 .......... Pfeffer Georg
1958-1973 .......... Deisenhofer Michael, sen.   1995-2001 .......... Peter Gerhard
        2001-2002 .......... Michael Schaller
Alpenrose   2002-2006 .......... Rudolf Zimmermann
1950-1953 .......... Stadtmüller Xaver   2006-2018  .......... Klaus Loeschke
1953-1964 .......... Jehmiller Johann   2018   Florian Lang
1964-1973 .......... Kuhn Josef        




Die Vereinslokale  

vereinsheim 2
Die ehemalige Brauereigaststätte Baumeister, später Berchtenbreiter
 



Die Gaststätte Alpenrose geführt von Fam. Holland.


vereinsheim 3




vereinsheim 4
Die Sportgaststätte des SV Achsheim. Im Keller befindet sich die moderne Schießanlage mit 11 Schießständen.



Das heutige Vereinsheim

Fotos folgen...